• EA: am 21.10.26 ab 21:45 Uhr alle Folgen im binge auf ZDFneo

Auf einer Nordseeinsel bedrohen düstere Doppelgänger die Bewohner.
Während Soma versucht herauszufinden, wer sie eigentlich ist, wird ihre Vergangenheit zum Schlüssel des Geheimnisses.

Seit sie denken kann, sucht Soma nach ihren Eltern. Ein Hinweis führt sie auf eine Nordseeinsel. Doch kaum angekommen, häufen sich unheimliche Phänomene.

Bei ihren Nachforschungen erhält Soma vom jungen Polizisten Till einen wichtigen Tipp. Doch die Begegnung mit der mysteriösen Amke endet in einer verstörenden Warnung. Ein unheimliches Leuchten führt Soma ins Watt, wo ein Mann auftaucht, der niemals existieren dürfte.

Währenddessen kämpft Campingplatzbesitzer und Inselpolitiker Ben Sandmann um die Ehe mit seiner Frau Kathrin, die er in die Arme eines anderen Mannes getrieben hatte. Und Somas beste Freunde Paula und Flynt, die mit auf die Insel gekommen sind, beginnen daran zu zweifeln, ob sie Soma nur auf einem Ferienausflug begleiten.

  • Stabliste
    Idee und Drehbuch Arne Nolting, Jan Martin Scharf
    Regie Lea Becker
    Kamera Karl Kürten
    Schnitt Valesca Peters, Till Ufer
    Kostüme Manu Verschueren
    Ton Gedeon Depauw, Johan Maertens
    Musik Karwan Marouf
    Szenenbild Jeff Otte
    Produktion Network Movie/Studio Zentral
    Produzenten Andi Wecker, Tobias Ketelhut, Bernd von Fehrn, Lasse Scharpen
    Producer Nicole Aschoff, Benjamin Schacht
    Creative Producer Arne Nolting, Jan Martin Scharf
    Redaktion Johannes Frick-Königsmann, Niklas Cerezo Alarcón
    Länge

    sechs Folgen à circa 43 Minuten

    "Die Düsteren“ ist ein Projekt der New8, einem Zusammenschluss öffentlich-rechtlicher Sender aus acht nord- und westeuropäischen Ländern.



    Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller
    Soma Lisa-Marie Koroll
    Ben Sandmann Max Riemelt
    Paula Melodie Simina
    Flynt Ivo Kortlang
    Till Ludger Bökelmann
    Kathrin Sandmann Mona Pirzad
    Ahrens Karsten Antonio Mielke
    Amke Lund Corinna Kirchhoff
    Wiebke Voss Kristin Suckow
    Frank Yung Ngo

    Und andere














STATEMENT ARNE NOLTING & JAN-MARTIN SCHARF:

Wer bin ich? Wer könnte ich sein, wenn ich andere Entscheidungen in meinem Leben getroffen hätte? Welche Abgründe und dunklen Sehnsüchte schlummern in mir? Und wer wäre ich, wenn ich ihnen gefolgt wäre? Der Reiz dieser klassischen "What if"-Fragen stand zu Beginn unserer Reise in die Welt der "Düsteren". Denn je mehr Lebenserfahrung wir sammeln, desto öfter fragen wir uns doch: Wer wären wir, hätten wir in bestimmten Momenten andere Abzweigungen in unserem Leben genommen? Und vielleicht auch: Wie wäre unser Leben verlaufen, hätten wir unseren düsteren Impulsen nachgegeben? Was würde passieren, wenn diese alternative, wildere, womöglich charismatischere Persönlichkeit im Hier und Jetzt auf ihr zivilisiertes Alter Ego träfe?

Diesen Gedanken wollten wir in einem packenden Mystery-Thriller nachgehen. Mit einer jungen Heldin im Zentrum, die auf der Suche nach ihrer Identität an ein übernatürliches Phänomen gerät, das alle Identitäten auf den Kopf stellt. Dabei sollte das Übernatürliche niemals Selbstzweck sein, sondern immer dazu dienen, menschliche Gefühle und Motive zu ergründen. Ein besonderes Augenmerk hatten wir dabei auf dem Thema der Familie – die Familie, in die wir geboren sind, die Familie, die wir selbst gewählt haben, die Sehnsucht nach Familie und auch deren Verlust.

Vor allem aber wollten wir mit den "Düsteren" das von uns geliebte Genre des Mystery-Thrillers mit all seinen Rätseln, Wendungen und Bedrohungen voll ausschöpfen und die Tradition des deutschen Schauermärchens um eine moderne Variante erweitern.

Jan-Martin Scharf und Arne Nolting (Drehbuch)

STATEMENT LEA BECKER:

Mich hat an "Die Düsteren" vor allem die Frage gereizt, wie sich Mystery möglichst geerdet und glaubwürdig erzählen lässt: Das Übernatürliche sollte nicht wie eine Parallelwelt wirken, sondern in eine Realität einbrechen, die dem Publikum vertraut erscheint, um dadurch ein hohes Identifikationspotenzial zu bieten.

So entsteht meiner Meinung nach eine Form von Mystery, die auch Zuschauer*innen erreicht, die mit dem Genre bislang wenig Berührung hatten. Gleichzeitig war mir wichtig, die Serie konsequent als Thriller zu denken – mit einer permanenten Spannungskurve, und einigen Actionsequenzen, um das Gefühl zu erzeugen, dass hinter jeder Entscheidung eine neue Gefahr lauert.

Mit meiner vorherigen Regiearbeit bei der Vampirserie "Love Sucks" konnte ich auf Erfahrungen im Genre aufbauen. Bei "Die Düsteren" ging es jedoch darum, den Naturalismus noch konsequenter weiterzudenken und das Fantastische so präzise wie möglich in einer realen Welt zu verankern.

Besonders spannend für meine Arbeit als Regisseurin war der Dreh in Belgien. Mit einem Team, das über weite Strecken in vier Sprachen gearbeitet hat, galt es, eine deutsche Küstenlandschaft glaubwürdig entstehen zu lassen – sowohl organisatorisch als auch kreativ. Parallel dazu mussten wir die Doppelgänger-Thematik durch präzises Casting und eine klare inszenatorische Sprache erzählerisch greifbar machen. Gedreht wurde sowohl im echten Watt als auch im größten Wasserstudio Europas in Brüssel, wo wir mit rund 200 Tonnen Sand, Nebel und umfangreichen Visual Effects die Landschaft nachgebaut und die Unterwassersequenzen realisiert haben. Gerade diese Verbindung aus logistischer Komplexität, technischer Präzision und einer möglichst natürlichen Bildsprache prägt für mich den visuellen Charakter der Serie.

Lea Becker (Regie)